Oleftalbahn 130 Jahre

Ach lass uns doch heute mal in Erinnerungen schwelgen: wir fahren heute mit der "Flitsch"! Früher, als wir noch Kinder waren, da fuhren wir täglich mit dem Zug nach Schleiden zur Schule. Und heute?

130 Jahre Oleftalbahn - Nostalgie auf Schienen

Heute ist die Oleftalbahn pure Nostalgie und wir blicken ein bisschen wehmütig auf die "gute alte Zeit" zurück.
So machen wir und also auf nach Kall und warten auf den Schienenbus, liebevoll "Flitsch" genannt. ... Los geht`s!
Knapp 18 km Bahnstrecke von Kall nach Hellenthal liegen vor uns, ca. eine Stunde Fahrt.
Nahe der Hauptstraße entlang, kreuzt die "Flitsch" diese mehrere Male.
Begleitet vom Geplätscher der Urft und der Olef rattert die "Flitsch" seit dem 01.08.2010 wieder über die gesamte Strecke, die übrigens 2012 unter Denkmalschutz gestellt wurde.
20140913 001
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Wir rattern vorbei an Mauel. Die alten Eisenbetriebe damals erlebten dort zur Fertigstellung der Bahnstrecke 1884 wirtschaftlichen Aufschwung und nutzten die Bahn zunächst für den Güterverkehr. Gemünd erlebte zur Zeit der Erbauung der Urftsee-Staumauer einen Touristenboom, der mit der Bahn angerollt kam, und bis Hellenthal reisten die schneebegeisterten Wintersportler sogar in Sonderzügen an.
Dann begannen die Transporte mit Material für den Bau des Westwalls und der "Ordensburg Vogelsang".
Wir fragen uns, wie viele Soldaten und jüdische Eifelbürger wohl damals in die Züge stiegen und nie wieder zurück kamen...
Der Krieg und die damit einhergehende Zerstörung von Bahnhöfen, Brücken und des Gemünder Tunnels, legten den Bahnverkehr bis 1948 lahm.
Seit dem fluorierte der Pendelverkehr bis 1981.
Damals wie heute ein Höhepunkt auf der Fahrt, ist die Dorfplatzüberquerung in Olef.
Mitten durchs Dorf und knapp vorbei an Häusern und Mauern ist das übrigens ein einzigartiges Erlebnis auf dem deutschen Schienennetz.
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Wir rattern weiter Richtung Schleiden am „Höddelbusch“ vorbei.
Bis 2005 wurde dort die Laderampe noch genutzt für Panzer und sonstige Militärfahrzeuge, die weiter zum Truppenübungsplatz fuhren.
Heute wachsen bunte Blumen auf den verlassenen Gleisen.
Nach 2005 gab es nur noch vereinzelten Güterbahn Verkehr und Holztransporte im Schleider Tal.
Das hübsche alte Bahnhofsgebäude steht leider heute nicht mehr.
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Während wir weiter Richtung Oberhausen fahren, können wir uns noch gut daran erinnern, wie vor einigen Jahren die, mit kleinen Birken zugewachsenen Schienen, wieder freigeschnitten wurden um den Bahnverkehr wieder zu aktivieren.
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Am Bahnhof Blumenthal steigen wir aus, obwohl der letzte Halt ja in Hellenthal ist.
Aber in Blumenthal im alten Bahnhofsgebäude kann man lauter hübsche Antiquitäten rund um das Leben auf den Schienen bestaunen.
Da wird die 130 Jährige Geschichte der Oleftalbahn wieder lebendig!

Die Oleftalbahn ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bahn- und Businitiative Schleidener Tal e.V. sowie der RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH.

Hellenthal / Sehenswert / Schleiden / Marita Rauchberger / Georg Kaiser

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ieses Video ist spitze. Wunderschöne Aufnahmen vom alten Schienenbus VT 95 und deren Landschaft einfach wunderschön und dazu das Lied. Klasse. Daumen hoch. Verdammt gute Arbeit. Ich mag nun mal diese alten Schienenbusse. Nochmals danke für dieses...

ieses Video ist spitze. Wunderschöne Aufnahmen vom alten Schienenbus VT 95 und deren Landschaft einfach wunderschön und dazu das Lied. Klasse. Daumen hoch. Verdammt gute Arbeit. Ich mag nun mal diese alten Schienenbusse. Nochmals danke für dieses tolle Video.

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