Buntes Lampertstal

Es gibt sie noch, die bunten Wiesen, wo es summt und brummt, und wo Schmetterlinge von einer Blüte zur anderen gaukeln. Wir haben heute unsere Sonntagsrunde im Lampertstal gedreht, ein Naturschutzgebiet in der Nähe von Blankenheim.

Ein Stück entlang der 7. Etappe des Eifelsteigs:
Das Lampertstal erstreckt sich über 650 ha und ist das größte Wacholder-Naturschutzgebiet in Nordrhein-Westfalen.
Aufgrund des sehr kalkhaltigen Bodens wachsen hier noch seltene Orchideen und andere Pflanzenraritäten.
Im Frühjahr wachsen hier lila Küchenschellen und gelbe Schlüsselblumen, später dann zahlreiche Orchideen.
Für die Enziane, wie den deutschen Fransenenzian, und für die Herbstzeitlosen ist es noch etwas zu früh im Jahr.
Wir parken in Schlossthal und starten unsere kleine Runde an der Antonius- Kreuzwegkapelle von 1701.
Entlang des alten Kreuzweges gehen wir Richtung Burgruine Schloßthal, die wegen ihres steil aufragenden Ostturms im Volksmund „Finger Gottes“ genannt wird.
20160807 001
20160807 001
20160807 001
20160807 001

Wir passieren 2 alte Steinkreuze und halten uns dann links entlang des Feldweges.
Die Burgruine lassen wir heute aus, denn dort hatte sich ein Zeltlager breit gemacht, und in den frühen Morgenstunden wollten wir dort niemanden stören.
Etwa auf gleicher Höhe der Kapelle, die nun links von uns liegt, geht es rechts ins Tal hinunter.
Es ist mächtig kahl geworden, und die mysteriöse Stimmung im Morgentau ist leider durch das Abholzen etlicher Kiefern nicht mehr zu spüren.
20160807 005
20160807 005

Ein paar Wachholderbüsche lassen den Hang dennoch urig und ganz außergewöhnlich wirken.
Die Wacholderbüsche, oder auch „Zypressen des Nordens“ genannt, verbreiten eine romantische Atmosphäre.
Es ist einfach nur friedlich und still hier.
Im Tal angekommen halten wir uns rechts und gehen ein Stück die Hauptstraße entlang, bis der Weg links ins Lampertstal führt.
Vor uns liegt ein farbenprächtiges, blühendes weites Tal, und wir müssen erstmal den herrlichen Anblick genießen.
Der Wanderweg schlängelt sich durch grüne Hänge, entlang der Wiesen und des Lampertsbaches.
Jetzt im Sommer ist der Bach aber verschwunden, denn er versickert in der heißen Jahreszeit einfach im Boden.
Wir sehen verschiedene Disteln, Glockenblumen und Skabiosen, Sumpf-Herzblatt, Taubenkropf-Leimkraut, und Weidenröschen.
Wunderbare Schmetterlingsmagnete!
20160807 007
20160807 007
20160807 007
20160807 007
20160807 007
20160807 007
20160807 007
20160807 007

Ja, und da flattern sie: Kaisermantel, Perlmutterfalter, Distelfalter, C-Falter, Schachbrettfalter, Admiral und Tagpfauenauge und so einige mehr.
Überall zirpt und zwitschert es, summt und brummt es.
Dieses Tal ist ein wahres Paradies, nicht nur für Insekten sondern natürlich auch für Vögel.
Den ca. 8 km langen Rundweg durchs Lampertstal läuft man eigentlich recht schnell, aber wenn man wie wir an jeder Blüte stehen bleibt, und die Schmetterlinge beobachte, muss man schon etwas mehr Zeit einplanen.
Da sich schon die ersten Wandergruppen und Radfahrer ins Lampertstal unterwegs machen, als wir kurz vor Alendorf sind, entscheiden wir uns, heute nicht unseren geliebten Kalvarienberg zu erklimmen, sondern wandern entlang der schattigen Buchen Hänge zurück Richtung Dollendorf, um dann einen kleinen Kiefernumsäumten Trampelpfad hinauf nach Schlossthal zu folgen, zurück zur Antonius Kapelle.
20160807 015
20160807 015
20160807 015
20160807 015
20160807 015
20160807 015
20160807 015
20160807 015

Eine sehr schöne Tour, die zu jeder Jahreszeit zum Entspannen einlädt.

Sehenswert / Natur / Wandern / Eifelsteig

Kommentare (6)

This comment was minimized by the moderator on the site

Was für eine schöne Gegend. Leider sieht man Schmetterlinge immer seltener, zumindest bei uns, da muss man dann aufs Land fahren
Liebe Grüße

This comment was minimized by the moderator on the site

Hallo Tabja,
da das Lampertstal Naturschutzgebiet ist, wachsen da noch sehr viele Kräuter, die auch blühen und versamen können.
Die Schmetterlingsvielfalt ist dort noch wirklich recht groß., aber dennoch merkt man leider, dass der Bestand zurück...

Hallo Tabja,
da das Lampertstal Naturschutzgebiet ist, wachsen da noch sehr viele Kräuter, die auch blühen und versamen können.
Die Schmetterlingsvielfalt ist dort noch wirklich recht groß., aber dennoch merkt man leider, dass der Bestand zurück geht.
Herzliche Grüße,
Annette

Weiterlesen
This comment was minimized by the moderator on the site

Ja Eure Bilder machen LUST auf Reisen. Danke dafür!

This comment was minimized by the moderator on the site

Vielen Dank, Werner! Lol und herzliche Grüße,
Annette

This comment was minimized by the moderator on the site

Hallo Annette,
danke für deine schönen Impressionen! Wir lieben das Wandern und wer weiß, wann wir Zeit finden das schöne Lampertstal zu besuchen!
Deine Bilder machen Lust auf Natur - wir bewegen uns auch sehr viel!

Liebe Grüße,
Alex.

This comment was minimized by the moderator on the site

Liebe Alex,
vielen Dank!
Wenn du in die Eifel kommst, dann sag mir Bescheid ;-) wir können dir hier noch viele tolle Sehenswürdigkeiten empfehlen!
Herzliche Grüße,
Annette

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar verfassen

  1. Als Gast kommentieren
Anhänge (0 / 3)
Share Your Location
{datenschutzbestimmung-1}
Enjoy Lifes Beauty

Die Welt ist schöner mit einem Lächeln im Gesicht!