Der Kleine Fuchs

Der Kleine Fuchs

Natur Naturschutz Garten

Der wohl bei uns bekannteste und am häufigsten zu beobachtende Schmetterling ist der Kleine Fuchs (Aglais urticae).

Dieses Jahr scheint er überall in der Eifel in Massen aufzutreten, und auch wir haben ihn bei unseren Wanderungen und im Garten schon in größerer Anzahl als in den Vorjahren beobachten können.
Schon an den ersten warmen Tagen im Februar/März kann man die ersten Kleinen Füchse beobachten.
Die Falter haben in Holzhaufen, Gartenlauben oder sogar im Keller oder in Garagen überwintert und laben sich bei den ersten Sonnenstrahlen gerne an Krokussen und Traubenhyazinthen, sowie an den Blüten der Weiden.
Unverkennbar sind die farbenprächtigen orange-braunen Flügel des Edelfalters mit den dunklen Flecken und den hellblauen Flügelrändern.
Die Flügelspannweite beträgt 40 bis 50 Millimeter.
Da er beim Sitzen seine Flügel häufig geschlossen hält, wirkt der Falter oft unscheinbar und sieht dann einfach nur braun aus.


Der Schmetterlingskörper ist übrigens sehr stark behaart und sieht richtig „puschelig“ aus.
Die Tiere fliegen in warmen Regionen in zwei bis drei Generationen pro Jahr, und man kann sie bis Ende Oktober beobachten.
Die ausgewachsenen Falter (Imago) fliegen bei der Nektarsuche gerne lilafarbene Blüten an, wie Rotklee, Flockenblume, Skabiose, Wasserdost, Thymian oder verschiedener Distelarten.
Die Weibchen legen ihre Eier an die jungen Blattunterseiten der Großen Brennnessel (Urtica dioica) ab, bevorzugt an sonnigen Plätzen.
Sobald die Raupen (nach etwa 8 Tagen) geschlüpft sind, erkennt man ein dunkles Gespinst an den Brennnesselblättern.
Diese Gespinste enthalten bis zu 200 winzige Räupchen.
Die Raupen sind anfangs hell mit schwarzem Köpfchen, dann schwarz, fein weiß gefleckt und besitzen zwei unterbrochene gelbe Seitenlinien.
Der Raupenkörper trägt außerdem kleine dunkle Stacheln.


Ich suche jedes Jahr unsere Brennnesseln nach den Raupen ab, denn ich möchte sie geschützt aufziehen.
Blaumeisen (und auch unsere Hühner) haben die Raupen zum Fressen gern.
Die kleinen Raupen entwickeln sich rasend schnell und sind sehr gefräßig und agil.
Mit zunehmender Größe verlassen sie die Gespinst-Gemeinschaft und sind auch alleine unterwegs.
Nach etwa einem Monat häuten sich die Raupen zum letzten mal und begeben sich auf Wanderschaft.
Sie suchen sich geschützte Plätze für die Verpuppung aus.

Manchmal krabbeln sie an der Hauswand hoch, oder sie verpuppen sich an Blumentöpfen.
Bei den Puppen des kleinen Fuchs handelt es sich um eine Stürzpuppe, die sich kopfunter hängend befestigen.

Nach etwa zwei Wochen, meistens um den 12. Bis 17. Juni, schlüpfen die ersten Schmetterlinge.
Wenn man durch die Puppenhaut schon die Flügelzeichnung erkennen kann, steht der Schlupftag kurz bevor.
Sobald die Puppenhülle aufgeplatzt ist, pressen sich die Falter heraus und suchen sich einen Platz zum Aushärten der Flügel.
Nach etwa einer halben Stunde flattern die farbenprächtigen Schmetterlinge dann umher.

Nach etwa zwei Wochen, meistens um den 12. Bis 17. Juni, schlüpfen die ersten Schmetterlinge.
Wenn man durch die Puppenhaut schon die Flügelzeichnung erkennen kann, steht der Schlupftag kurz bevor.
Sobald die Puppenhülle aufgeplatzt ist, pressen sich die Falter heraus und suchen sich einen Platz zum Aushärten der Flügel.
Nach etwa einer halben Stunde flattern die farbenprächtigen Schmetterlinge dann umher.

Wie locke ich Schmetterlinge in den Garten?
Um dem Kleinen Fuchs zu helfen bedarf es nicht viel:
Lasst eine Brennnesselecke im Garten stehen damit die Raupen auch Futter haben.
Achtet darauf, dass immer auch frisch austreibende Brennnesseln vorhanden sind, wo die Weibchen vorzugsweise ihre Eier ablegen.
Bietet heimische, nektarreiche Pflanzen, (Flockenblume, Klee, Skabiose, Wasserdost, Thymian oder verschiedener Distelarten) für die Falter an und auch Unterschlupfmöglichkeiten (wie Holzstapel) für die Überwinterung.
Mit ein bisschen mehr „Wildnis“ im Garten, und natürlich ohne Chemie, könnte ihr euch nicht nur am Kleinen Fuchs, sondern auch an vielen anderen Schmetterlingen und anderen Insekten erfreuen und ihr setzt damit ein wertvolles Zeichen gegen das Insektensterben.

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