Durch die Schrammsteine

Immer wieder fasziniert uns die atemberaubende Landschaft der Sächsischen Schweiz mit den eindrucksvollen und abwechslungsreichen Wanderwegen entlang der bizarren Felsformationen im Elbsandsteingebirge.


Auch in diesem Jahr haben wir uns dort wieder eine Woche Wanderurlaub gegönnt, und wir möchten euch heute eine wirklich spannende Rundwanderung durch die Schrammsteine vorstellen.
(WERBUNG, da wir jetzt ein Buch und den Verlag erwähnen, sowie ein Gasthaus)
Die Tour stammt aus dem Rother Wanderbuch „Wandern mit Hund – Elbsandsteingebirge“ von Franziska Rößner.
Dieser Wanderführer ist sehr hilfreich, denn nicht alle Wege im Elbsandsteingebirge sind hundetauglich.
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Es gibt überall Holzstufen, Gittertreppen und Eisenleitern, enge Klüfte und rutschige Felspassagen und auch in den Fels gehauene Eisenklammern.
Viele dieser „Kletterhilfen“ sind für Hunde oft gar nicht zu bezwingen, und es wäre sehr unangenehm, wenn man plötzlich mit dem Hund mitten in den schroffen Klüften nicht mehr weiterkommen würde.
So ist uns das Rother Wanderbuch eine sehr gute Hilfe gewesen, denn die Wegbeschreibungen darin sind so präzise und genau, man kann sie förmlich Schritt für Schritt nachgehen!
Auch findet man vor jeder Wegbeschreibung die genauen Hinweise auf schwierige Passagen für Mensch und Hund, und mit welchen Anforderungen man rechnen muss.
Wasserstellen werden erwähnt und der Hinweis auf genügend Wasser im Gepäck, wenn unterwegs keine Trinkmöglichkeit für den Hund vorhanden ist.
Aber nun wollen wir euch einladen, diese wunderschöne Wanderung durch die Schrammsteine in Wort und Bild mit uns zu entdecken.

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WANDERWEG IMPRESSIONEN

Die Wanderung beginnt am Parkplatz an der Schrammsteinbaude, einem Gasthaus, in dem man nach der Tour auch einkehren kann.
Parken kann man (Stand 2018) übrigens kostenlos.
Die Nationalpark Informationstafel gibt wichtige Hinweise zum Verhalten im Gebirge und auf den Wegen.
Für Hunde besteht eine Anleinpflicht!!!
Das ist sehr sinnvoll, zum Schutz des Hundes und zum Schutz der Natur.
Leider haben wir immer wieder festgestellt, dass sich viele Wanderer nicht daran halten.
Gleich zu Beginn ging es zügig einige Holzstufen hinauf und ein Knüppeldamm führte uns durch imposante Felsen.
Schnell haben wir den Falkenstein erreicht und wanderten weiter über angenehme Wege und weitere Holzstufen zum Großen Schrammtor.
Die Felsen sind beeindruckend!
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Es warteten noch einige weitere Holzstufen, die uns hinauf zu einem gemütlichen Waldweg führten.
Hier verläuft der Weg ohne Steigung teils auf richtig sandigem, weichem Boden und immer wieder trafen wir auf Felsbrocken, die wie gewaltige versteinerte Korallenriffe aussehen.
Durch die Bäume hat man immer wieder einen Blick auf die mächtigen Felswände.
Bald schon ging es aber wider steil und steinig weiter, über Holzstufen und Pfade in Richtung „Zurückesteig/Reitsteig“ und weiter Richtung „Großer Winterberg“.
Hier wird der Weg nun noch etwas steiler und die Stufen bestehen teilweise aus Gitterrosten.
Da war Pepperhund nicht so sehr begeistert von!
Eine schmale, recht steile Treppe musste Bernhard unseren Hund dann hinauftragen.
Über eine Felsplatte ging es dann weiter.
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Pepper hatte mit ihren kurzen Beinchen etwas Mühe dort hinauf zu springen.
Auch die enge Felsenrinne, die nur so breit wie mein Schuh ist, war für Pepper sicher etwas unangenehm zu durchlaufen gewesen.
Der schöne Pausenplatz mit einer herrlichen Aussicht lud uns dann erstmal zum Verweilen ein.
Weiter ging es durch den Wald und dann hinunter über eine steinige Passage hinab auf einen wieder schattigen und ebenmäßigen Waldweg, der uns kurze Zeit später zum Aussichtspunkt an der Wenzelwand führte.
Hier hat man wirklich eine atemberaubende Weitsicht!
Erstaunlicherweise sind die Abhänge nicht mit Zäunen abgesichert, und man muss selbst für sich verantworten, wie weit man sich an den Abgrund wagt.
Unseren Hund würden wir hier NIEMALS frei laufen lassen!
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Die erwähnte Abzweigung nach 170 Metern haben wir dann irgendwie verpasst und wir sind dann erstmal knapp einen Kilometer in die Falsche Richtung gelaufen, bevor wir den Irrtum bemerkt haben.
Schnell ging es zurück zur Wegekreuzung hinunter zu einer kleinen Quelle am Frienstein.
(Die Quelle war leider ausgetrocknet)
Über 400 Holzstufen führte der Weg dann hinab Richtung „Beuthenfall“ auf den sogenannten „Königsweg“, der zu einem Kletterfelsen, dem Bloßstock, führt.
Entlang der Forststraße kamen wir einige Male ins Zweifeln, ob wir uns noch auf dem richtigen Weg befinden, denn die Abzweigung zum Richtung „Schießgrund-Ostrau“ kam und kam nicht in Sicht.
Am Carolafelsen, der gar nicht im Wanderbuch erwähnt war, erklärten uns ein paar freundliche Wanderer den Weg anhand ihrer Wanderkarte.
Wir verzweifelten fast, als sie uns sagten, der Weg würde noch etwa 4 Stunden dauern.
Laut unserem Wanderbuch hatten wir aber schon 4 von 5 Stunden geschafft und wir mussten uns eigentlich etwa 4 km vor dem Ziel befinden.
Unbeirrt blieben wir also auf dem von uns gewählten Weg, mit dem Gefühl im Bauch, doch richtig unterwegs zu sein.
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Der Weg führte uns wieder einsam durch den Wald und es raschelte plötzlich ganz laut.
Mit Entsetzen sah ich eine Rotte Wildschweine auf uns zu rennen.
Bernhard war mit Pepper schon etwas weiter vor mir und ich sprang hinter den nächst-stehenden Baum.
Die Rotte Wildschweine rannten aber weiter genau auf mich zu.
Was tut man, wenn man Wildschweinen im Wald begegnet?
Krach machen!
Also riefen wir laut und Pepper fing an zu bellen, während ich mich hinter einen anderen Baum rettete.
Die Wildschweine rannten dann zum Glück in eine andere Richtung davon.
Mit zittrigen Knien ging es weiter, und dann trafen wir doch tatsächlich Leute, die ihre Hunde frei rumlaufen ließen.
Wir machten die Wanderer auf freilaufende Wildschweine aufmerksam … so viel zum Thema Leinenpflicht für Hunde!
Endlich, endlich kam die ersehnte Abzweigung, die uns zum Ziel führen sollte.
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Mit Blick auf den Falkenstein ging es über breite Holztreppen hinab in den Schießgrund.
Die Zwanzig Minuten Treppenabwärts zogen sich wie Kaugummi, bis wir unten die Straße erreichten zurück zum Parkplatz.
Zufrieden und angenehm geschafft machten wir uns auf den Heimweg zu unserem Feriendomizil Ferienhof Mandry.
Unsere spannende, aussichtsreiche und atemberaubende Wanderung war zu Ende!
Die tollen Eindrücke werden wir wohl für immer im Herzen behalten.

Hunde / Natur / Wandern / Buchrezension / Rother Verlag

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