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Natur Buchrezension pala Verlag Garten

Faszination Totholz


Ihr denkt jetzt bestimmt “jetzt dreht sie völlig durch: Sie will uns was von toten Bäumen und morschen Holz erzählen“, oder?
Auf mich übt Totholz eine richtige Faszination aus:
Die bizarren ausgeblichenen Stämme, an denen sich Pilze, Moos und Flechten breit machen bieten zudem interessante Fotomotive.
Spätestens bei einer Wanderung entlang des „ Schöpfungspfads“ im Nationalpark Eifel wird man nach den wirklich öden, fast toten Mono-Fichtenkulturen selber fasziniert sein von der Schönheit der urigen, geheimnisvollen alten modrigen Wälder.
Seit Längerem hegen wir schon den Wunsch, auch Totholz im Garten mit einzubeziehen, und wir haben ein tolles Buch zur Inspiration gefunden:

„Lebensraum Totholz“ von Werner David.

Das Buch „Lebensraum Totholz“ von Werner David schenkt einen lebendigen, sehr interessanten Einblick in die Welt des Totholzes.
Ich durfte das Buch vom PALA Verlag kostenlos zur Rezension lesen und möchte hier schon vorweg sagen:
Das Buch ist sehr lehrreich und zudem noch richtig amüsant geschrieben.

Daten zum Buch:

  • Titel: Lebensraum Totholz Gestaltung und Naturschutz im Garten
  • Verlag: PALA Verlag
  • 3. Auflage 2018
  • ISBN: 978-3-89566-270-6
  • Autor: Werner David
  • Illustrator: Margret Schneevoigt
  • Gebundene Ausgabe mit 177 Seiten und zahlreichen Abbildungen
  • Sprache: Deutsch
  • Auf 100% Recyclingpapier gedruckt!
  • Das Buch ist im Buchhandel erhältlich oder kann beim Verlag bestellt werden.

Inhalt:

Das Buch ist in drei Teile unterteilt:
  • Was ist Totholz?
  • Leben im Totholz
  • Totholz im eigenen Garten


Ganz zu Anfang wird der Begriff Totholz sehr interessant erklärt.
Werner David nimmt den Leser mit in eine spannende Welt der Bäume.
Vom Keimling bis zur morschen Baumruine erklärt der Autor wie Wald und Artenvielfalt entstehen.
Die Unterschiede zu ursprünglichen Urwäldern und den reinen Wirtschaftswäldern werden genauso anschaulich beschrieben, wie das Modell Naturwaldreservat.
Den Vorurteilen gegenüber Totholz, es sei unordentlich, hässlich, gefährlich und schädlich, geht der Autor auf den Grund und stellt die ökologische Bedeutung des Totholzes in den Vordergrund.

Totholz ist bei Weitem nicht tot, auch wenn es manchmal trostlos aussieht.
Als Grundlage für neues Leben bietet Totholz vielen Pflanzen, Pilzen und Tieren Lebensraum, darunter Fledermäusen Amphibien und Reptilien und einer Vielzahl von Insekten.
Totholz dient als Nähstoffspeicher und als Schutz vor Erosionen, und letztendlich ist es als zersetzter Humus wieder die Wiege eines neuen Baumkeimlings.

Im zweiten Teil des Buches wird dann der Artenreichtum der Totholzbewohner näher unter die Lupe genommen.
Der Leser taucht ein in die Welt der Pilze, Moose und Flechten, und erhält Einblick in das Leben der Schnecken und Insekten, Spinnentiere, Reptilien, Amphibien, Vögel und Säugetiere.
Sehr interessant fand ich die Käfer, Ameisen und Hornissen, die in Baumstümpfen oder Baumhöhlen leben.
Beim aktuellen Thema Insektensterben denken wir zuerst an die Bienen und Schmetterlinge, aber im Buch wird auch aufgezeigt, was passiert, wenn es all die anderen Insekten auch nicht mehr geben würde.
Die gesamte Nahrungskette würde zusammenfallen und wir würden im Kot und in Kadavern versinken, wenn Insekten diese nicht mehr zersetzen würden.

Es ist also sehr förderlich, die Insektenvielfalt im Ganzen zu erhalten und dem Totholz wieder mehr Bedeutung zu schenken.
Als wertvolle Bereicherung im eigenen Garten wird Totholz im dritten Teil des Buches beschrieben.
Es gibt viele Beispiele, die der Autor aufzeigt, wie man Totholz in den eigenen Garten integrieren kann:
Totholzzäune und Reisighaufen, Hackschnitzelwege und Beeteinfassungen.
Wir möchten einer Totholz-Pyramide und einem Käferbeet im Garten einen Platz schenken, dafür gibt es bezüglich zu verwendender Holzarten und Gestaltungsmöglichkeiten hilfreiche Tipps im Buch.
Auf den letzten Seiten findet man Informationen zu empfehlenswerten Internetseiten und interessanten Standorten verschiedener Naturwaldreservate mit Adressen in Deutschland, der Schweiz und in Österreich.


Fazit:

Das Buch „Lebensraum Totholz“ ist ein sehr interessant geschriebener Ratgeber, der auch für mich als Laien gut verständlich ist, da die Fachbegriffe (mehrmals) gut erklärt werden.
Als Leser lernt man wichtige Fakten über die ökologische Bedeutung von Totholz, sowohl im Wald, als auch im eigenen Garten.
Der lebendige und auch amüsante Schreibstil gefällt mir sehr gut und er weckt Begeisterung.
Jetzt bin ich neugierig auf den Lebensraum Totholz im Garten und möchte einige Beispiele aus dem Buch umsetzen.
(Wir werden zu gegebener Zeit darüber berichten.)
Wer sich für Naturschutz und Artenvielfalt interessiert, findet im Buch spannende Informationen und wertvolle Tipps.

Absolut empfehlenswert!


TAGS:
Natur Buchrezension pala Verlag Garten

Kommentare (6)

  1. Romy Matthias

Sehr interessant, vor allem die Bider begeistern. LG Romy

  1. Tati

Servus,
finde ich superinteressant. Ich wusste zwar, dass Totholz nicht "tot" ist, aber man beschäftigt sich einfach gar nicht so intensiv mit dem Thema. Finde ich sehr spannend, was es da so alles zu entdecken gibt. Die Impressionen sind wieder...

Servus,
finde ich superinteressant. Ich wusste zwar, dass Totholz nicht "tot" ist, aber man beschäftigt sich einfach gar nicht so intensiv mit dem Thema. Finde ich sehr spannend, was es da so alles zu entdecken gibt. Die Impressionen sind wieder einmal wundervoll. :)
Einen schönen Wochenteiler und herzliche Grüße - Tati

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Hey liebe Annette!

Nun, zuerst hatte ich ein Fragezeichem im Kopf, als ich den Titel des Berichtes gelesen habe.
Doch Dein Bericht ist mit den faszinierenden Photo´s absolut überzeugend und ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch sehr...

Hey liebe Annette!

Nun, zuerst hatte ich ein Fragezeichem im Kopf, als ich den Titel des Berichtes gelesen habe.
Doch Dein Bericht ist mit den faszinierenden Photo´s absolut überzeugend und ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch sehr interessant ist.
Es ist ja schon so, dass heute in den Gärten alles schöner, ordentlich und reiner zugeht. Ich bin da ja eher der andere Typ, ich mag es wild und bunt und da darf jede Menge "Totholz" sein.

Vielen Dank für die Vorstellung des Buches.

Herzliche Grüße,
Natascha

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  1. Annette    Sunnyside-of-life

Vielen Dank, Natascha!
Kann man sich erst gar nicht vorstellen, wieviel Faszination so morsches Holz haben kann.
Ich buddel zur Zeit noch an unserem "Käferbeet", und sammel fleißig holzigen Inhalt dafür.
Wenn du mal wieder in die Eifel kommst,...

Vielen Dank, Natascha!
Kann man sich erst gar nicht vorstellen, wieviel Faszination so morsches Holz haben kann.
Ich buddel zur Zeit noch an unserem "Käferbeet", und sammel fleißig holzigen Inhalt dafür.
Wenn du mal wieder in die Eifel kommst, dann zeige ich es dir mal.
Herzliche Grüße,
Annette

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  1. Leane

Ein wirklich lesenswertes Buch
Liebe Grüße Leane

  1. Annette    Leane

Danke, Leane!
Freut mich, dass ich dich neugierig machen konnte.
Herzliche Grüße,
Annette

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