Grube Wohlfahrt in Rescheid

Die Grube Wohlfahrt in Rescheid begeistert Jung und Alt. Mit einem freundlichen „Glück auf“ begrüßt Norbert Knauf seine Gäste im Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt. „Aus Leverkusen, Frankfurt und auch aus Holland sind die Besucher heute angereist“, freut sich Norbert Knauf.

„Und jetzt bringe ich Sie sicher unter die Erde“ lacht er.

Jede Führung beginnt im Grubenhaus, wo die Besucher in der Kaue (dem Umkleideraum der Bergleute) „bergmännisch“ ausgerüstet werden.

„Wir unterliegen der Bergaufsicht Dortmund und werden regelmäßig überprüft“, erklärt Norbert Knauf seinen Gästen und trägt die genaue Besucheranzahl und die aktuelle Uhrzeit im Befahrungsbuch ein.

Im Huthaus werden für jeden Besucher die passenden Helme ausgesucht, damit sie gut behütet den Stollen erkunden können.
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Und dann geht es hinab in die Dunkelheit und eine spannende Führung beginnt.
Norbert Knauf erzählt von der ersten Dampfmaschine, die bereits 1849 zur Entwässerung und zum Antrieb der Fördermaschinen eingesetzt wurde.
Ab 1907 gab es in Rescheid schon elektrisch betriebene Grubenwagen.
Lichtlöcher aus dem 16. Jahrhundert und Astergänge werden besichtigt und erklärt.
Selbst die jüngste Besucherin, die 8jährige Jasmin, kann Norbert Knauf begeistern, indem er Jasmin an die Hand nimmt und neugierig macht auf die Geheimnisse „unter Tage“.
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„Komm, wir gehen ein Stück voraus und ich zeige dir den Grubengeist“, ermuntert er Jasmin.
Auch den Erwachsenen wird ein bisschen mulmig bei den immer lauter werdenden seltsamen Geräuschen aus der Dunkelheit, bis sie letztendlich das Geheimnis des Grubengeistes lüften können.
Einzigartig und wunderschön sind die leuchtend-orangen Sinterterrassen und die Spuren eines rund 400 Millionen alten versteinerten Meeresstrandes tief unten im Stollen.
Ebenso das „Bergmanns-Graffiti“ findet bei den Besuchern großen Anklang.
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Es gibt viel zu sehen in der schönen Eifel, auch unterirdisch!
„Als wir vom Heimatverein Rescheid 1985 angefangen haben das Bergwerk wieder frei zu legen haben uns alle für verrückt erklärt“ erzählt Norbert Knauf.
„Nach der Restaurierung fand 1993 die erste Führung statt“ fährt er fort.
„Heute sind wir als Bergbauvolk in ganz Europa bekannt und mittlerweile gehen wir auf die 300.000 Besucher zu.
Da sind wir stolz drauf, dass wir das durchgehalten haben!“
Übrigens werden immer wieder begeisterte neue, ehrenamtliche Grubenführer jeden Alters gesucht.
„Es macht so viel Spaß Wissen zu vermitteln“ schwärmt Norbert Knauf.
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„Wer einmal seine erste Führung gemacht hat, den lässt es nicht mehr los!“
Bergwerksführungen finden ganzjährig dreimal täglich
(11.00, 14.00 und 15.30 Uhr) in die Welt unter Tage statt.
Der Eintritt beträgt für Kinder (bis 15 Jahre) 3 €, für Erwachsene 5,50 €.

Hellenthal / Sehenswert

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