Haufenweise Lebensräume

In der Natur finden Vögel und Insekten, Kröten und Eidechsen, Mäuse, Igel und Marder etc. immer weniger Nahrung und Unterschlupf.

Immer mehr Flächen fallen dem Menschen zum Opfer und werden zubetoniert, versiegelt und gespritzt oder „schön“ aufgeräumt.
Artenschutz ist heute wichtiger denn je, und er fängt in unserem grünen Wohnzimmer an!
Warum bieten wir den kleinen Gartenbewohnern nicht einfach das, was sie brauchen, um überleben zu können?
Es ist oft ganz einfach, und in jedem Garten ist etwas Platz für „Unordnung“, für natürliche wilde Ecken und Artenvielfalt.
Die Rohstoffe, die wir für unseren naturnahen Garten benötigen liefert uns Mutter Natur gleich kostenlos dazu!
In dem Buch „Haufenweise Lebensräume“ von Sigrid Tinz beschreibt die Autorin auf sehr anschauliche, lehrreiche und humorvolle Weise verschiedene Haufenarten, wie Totholz-, Reisig- oder Mulchhaufen, Lesesteinhaufen und Sandhaufen etc.
“Haufenweise Lebensräume“
“Haufenweise Lebensräume“

Die so gestalteten Areale bieten einer Vielzahl von Insekten und Kleintieren Unterschlupf, Schutz und Nahrung.
Auch das im Herbst zusammengekratzte Laub sollte irgendwo im Garten als Haufen liegen bleiben, denn dort können nicht nur Igel und Kröten oder Eidechsen überwintern, auch Schmetterlingsraupen, Käferlarven und Insekteneier sind dort vor der Kälte sicher und geschützt.

Jeder Haufen, den wir im Garten gestalten können, wird mit Material, Lageplan und einziehenden Bewohnern sehr schön beschrieben.
“Haufenweise Lebensräume“

Die Schritt für Schritt Anleitung fängt bei der Platzsuche an, über die Bodenbeschaffenheit bis hin zur Anlage des Haufens.
Untermalt werden die anschaulichen Beispiele mit wunderschönen Zeichnungen.
Das mag ich an Büchern aus dem Pala Verlag sowieso besonders gerne!
“Haufenweise Lebensräume“
“Haufenweise Lebensräume“

Praktische Umsetzung im eigenen Garten:

Da ich schon einen Totholzhaufen habe, ist mein nächstes Projekt der herbstliche Heckenhaufen, der sich an das Prinzip der Benjeshecke anlehnt.

Die Begrenzung zur Straße haben wir mit einem kleinen Rank-Gerüst verkleidet, an dem dann im Frühjahr auch einiges hochranken soll.
Die Pfosten werden mit Schnittresten und Ranken vom Wildrosen und Brombeeren umflochten, das ist ein guter Schutz gegen die vielen Katzen, die aus der Nachbarschaft in den Garten kommen.
“Haufenweise Lebensräume“


“Haufenweise Lebensräume“
“Haufenweise Lebensräume“

Die Restehecke wird dann nach und nach mit Schnittgut von den Bäumen und Sträuchern und Stauden aus dem Garten gefüllt.
Rasch werden sich fleißige Gartenbewohner ansiedeln, angefangen im Boden mit Asseln und Würmern, bis hin zu Käfer- und Insektenlarven, Schnecken, Kröten und vielleicht auch ein Igel.
Vögel, eventuell auch Fledermäuse, finden im Resteheckenhaufen reichlich Nahrung und auch Nistmöglichkeiten.
Ich kann das Frühjahr kaum abwarten!
Daten zum Buch:
  • Haufenweise Lebensräume Ein Lob der Unordnung im GartenNaturschutzprojekte, Artenvielfalt, Gestaltung
  • Autorin: Sigrid Tinz
  • Pala Verlag
  • Format 16 cm × 22,5 cm
  • Hardcover, 192 Seiten
  • ISBN 978-3-89566-389-5

“Haufenweise Lebensräume“
“Haufenweise Lebensräume“

Das Buch habe ich mir für € 19,90 selbst gekauft.
Ein unterhaltsamer, sehr interessanter Ratgeber voller praktischer Ideen, die jedermann umsetzen kann.
Absolut empfehlenswert!

Natur, Buchrezension, Naturschutz, Pala Verlag, Sigrid Tinz

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