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Kunst Kultur Marianne Gemein Gastbeiträge

Rudolf und Robert


Mit der Adventszeit beginnt die Vorfreude auf Weihnachten.

Kinderträume, Winter-Weihnachtszauber!

Ja, wir denken auch oft zurück an unsere Kindheit, als diese Zeit noch voller Wunder war, die wir heute im Gehetze des Alltags gar nicht mehr wahrnehmen.

Eine liebe Blogleserin hat uns eine kleine Weihnachtsgeschichte zugesandt.
Wir fanden sie so schön, dass wir sie euch gerne auf dem Blog vorstellen möchten.

Viel Spaß beim Lesen und ganz herzlichen Dank an
Marianne für die schöne Geschichte.

Die Geschichte von Rudolf und Robert

Es war an einem klaren und sehr frostigen Dezemberabend, als Robert am festlich geschmückten Fenster eines kleinen Hauses saß.
Er schaute den Schneeflocken zu, die sich auf Zaun, Wiese und die Tannen nieder setzten.
Er war jetzt gerade neun Jahre alt geworden.
Lange schon hatte er einen ganz besonderen Wunsch:
keine Eisenbahn, keine Autos, keine Spiele, nein, er würde alles darum geben, wenn es ihm einmal gelingen würde, Rudolf mit seinem Weihnachtsschlitten, zu erblicken.
Rudolf, mit seiner roten Nase, wovon in dieser Zeit so viele Menschen sprachen.
Im Geiste hörte er die vielen kleinen Glocken, sah auch die blanken Kufen des Schlittens, die leicht durch den Schnee glitten.

Robert schloss seine Augen, er hatte schon einige Zeit durch die Scheiben geschaut und wurde ein wenig müde, als ein eigenartiges, neues Geräusch seine Aufmerksamkeit weckte.
Mindestens Einhundert Glöckchen, so meinte er, klingelten alle auf einmal, der Schnee stob nach allen Seiten.
Der Wind spielte mit den leichten Flocken.
Dazu war dann noch ein dumpfes Stampfen zu hören, es blitzte auf und sein kleines Herz schlug ihm bis in den Hals.
Erschrocken sah sich Robert um, kletterte dann auf einen Stuhl, um besser nach draußen sehen zu können.

Wahrhaftig!

Immer und immer wieder rieb er sich die Augen, doch, ja, ...da stand Rudolf mit einem funkelnden Schlitten, die Glöckchen schwangen noch leicht hin und her.
Aus der Nase von Rudolf kamen kleine Dampfwolken, sein Kopf ging auf und nieder, nach allen Seiten, - bis er schließlich Robert am Fenster erblickte.
Robert war sehr aufgeregt... und weil die Nacht hell war, konnte er auch ganz deutlich die rote Nase erkennen.
Wow! Große, dunkle Augen schauten ihn an, und wenn er sich nicht versah, hatte ihm Rudolf kurz zugezwinkert.
Sein Geschirr war aus rotem, weichen Leder und viele Glöckchen hingen daran.. und kleine Sterne konnte er erkennen.
Aus Rudolfs Fell stieg Dampf hoch.


Wow... Rudolf war gekommen!

Und dazu noch in seinen Garten – und das nicht alleine.
Zuerst erblickte er dicke, schwarze Stiefel, dann einen roten Mantel, rundherum mit weißem Fell besetzt und die warme Mütze des Weihnachtsmannes.
Oha oha – staunte Robert und bekam immer größere Augen.

Wie von selbst faltete der kleine Junge seine Hände und sprach:

.......... Ich weiß, ich war nicht fromm, nicht gut,
.......... hab nicht auf der Mutter Wort gehört,
.......... tat manches, was ein Freund nicht tut,
.......... und hab ungern nur gelernt

Und plötzlich erklangen wieder diese vielen Glöckchen und er vernahm auch wieder das Stampfen, Schnee wirbelte durch die Luft... und verschwunden war der Schlitten, mit Rudolf und dem Weihnachtsmann.
Sein kleines Herz bebte vor Freude und in seinen Augen konnte man soviel Glück erkennen.


Sicherlich würde er niemals vergessen, was er heute erlebt hatte.
Nun weiß Robert ganz genau, dass das, was man sich lange fest und inständig gewünscht hat, in Erfüllung gehen kann.

Noch lange lag er wach und immer wieder sah er die schönen Bilder vor sich.
Schließlich schlief er glücklich ein.
Am anderen Morgen fand Robert, fest an die Haustür gelehnt, ein bunt eingepacktes Paket.
Durch die Schneeflocken blitzte eine silberne Schnur.
Die Spur der Kufen war nicht mehr zu erkennen sowie die Abdrücke der Stiefel vom Nikolaus.
Still lag der Garten – wie vorher – unter einer weißen Decke.
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© Marianne Gemein

Ein ganz normaler Mensch, der mit offenen Augen, weichem Herzen und empfindsamer Seele durchs Leben geht.

Wenn mich etwas persönlich sehr betroffen gemacht hat, kann ich es am besten verarbeiten, indem ich mich hinsetze und schreibe, gegensätzlich auch verrückte und lustige Dinge.

TAGS:
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Kommentare (3)

  1. Tati

Huhu ihr Lieben,
hach, wie wundervoll. Ich bin total nah am Wasser gebaut und finde solche Geschichten rührend.
Mir gefällt euer neues Blogdesign übrigens sehr gut. Der Effekt beim Slider, wenn die Bilder wechseln, ist klasse!
Herzliche Grüße...

Huhu ihr Lieben,
hach, wie wundervoll. Ich bin total nah am Wasser gebaut und finde solche Geschichten rührend.
Mir gefällt euer neues Blogdesign übrigens sehr gut. Der Effekt beim Slider, wenn die Bilder wechseln, ist klasse!
Herzliche Grüße - Tati

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  1. A.Ro    Tati

Danke, liebe Tati. Ja, die Geschichte ist rührend!
Und es freut uns, dass dir unser neues Blogdesign gefällt.
Hat Bernhard ganz tolle Arbeit geleistet
Herzliche Grüße,
Annette

  1. A.Ro

Oh, vielen Dank!
Das ist eine sp schöne Geschichte, passend zum Advent.
Und der Nikolaus sieht ja total putzig aus. So ein süßes Gesicht, dem würde ich mal gerne an die Nase stupsen
Herzliche Grüße,
Annette

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