Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen

Sehenswert Natur Wandern

Querfeldein


„Freiheit bedeutet: links weiter zu gehen, auch wenn der Weg rechts abbiegt.“
Ganz nach Bernhards Motto, wanderten wir kürzlich querfeldein durch Wald und Flur.
Es war ein grauer Sonntagmorgen, aber Regen war nicht gemeldet.
Die Route starteten wir hinter Keldenich auf dem Parkplatz „Auf der Schlad“.
Obwohl dort eine große Wanderkarte aushängt, kann man vom Parkplatz keinen einzigen direkten Wanderweg starten.
Man muss erstmal ca. 200 Meter die vielbefahrene Straße entlang Richtung Keldenich laufen, bevor man einen Feldweg erreicht.
Auf rasende, rücksichtslose Autofahrer muss man sich unbedingt einstellen!
Am kleinen Gedenkkreuz geht es über den Feldweg kurze Zeit später rechts in den Wald hinein.


Der Waldweg ist wunderschön, fast schon verwunschen und verläuft schließlich als Trampelpfad weiter.
Wir haben uns mehrmals gefragt, ob dieser Weg nun ein Weg oder eine Wildwechselspur ist.
Da aber frische Fahrradspuren auf dem Weg waren gingen wir einmal links haltend, weiter bergab, und stießen bald auf den Römerkanal-Wanderweg.
(Einfacher wäre es gewesen, direkt von Keldenich aus zu starten)
Der gut ausgebaute Wanderweg führte weiter durch den Wald und schließlich an bunten Weiden entlang.
Am Wegesrand haben wir Knabenkraut entdeckt, eine geschützte Orchideenart.
Leider fing es kräftig an zu regnen, und wir suchten eine Weile im Wald Unterstand, bevor wir weiterzogen.


An der nächsten Kurve lud ein schöner Feldweg, frisch gemäht, zum Erkunden ein.
Ein Schild erinnerte die Naturfreude daran, was zu beachten sei, und wir freuten uns über diesen wunderschönen Weg, der uns wieder in den Wald hinein führte.
Nach etwa einem Kilometer verlief der Weg in einen Trampelpfad, der dann an einem Hochsitz endete.
Dumm gelaufen, steil bergab noch dazu.
Wir mussten also wieder (schnaufend) den steilen Weg zurück laufen und fluchten über diese nicht eindeutige Wegbeschilderung.
Fluchen kann ich übrigens ganz vorzüglich!
Der stärker werdende Regen kühlte unsere erhitzten Gemüter und Gesichter.

Wieder auf dem Feldweg angekommen inspizierten wir die Wegmarkierungen ganz genau und entdeckten zwei ausgeblichene Pfeile, die NICHT auf den Feldweg deuteten.
Also: dem Feldweg in der Linkskurve weiter folgen!
Kurze Zeit später wanderten wir wieder fröhlich durch den Wald, lauschten den zwitschernden Vögeln und rasteten auf einer kleinen Bank.
Kaffee/Tee, Butterbrote, Frikadellen und Kekse, was braucht man mehr?
Bernhard zwitscherte mit den Vögeln im Duett und schien sich doch tatsächlich mit seinen kleinen gefiederten Freunden zu unterhalten. So hatte es zumindest den Anschein!
Weiter ging es durch wunderschönen Buchenwald zur Stolzenburg.
Geheimnisvolle Sagen ranken sich um die alten Steine.
Mit sehr viel Fantasie kann man erahnen, dass hier an diesem verwunschenen Ort mal eine Burg gestanden haben muss, die 1794 durch französische Truppen völlig zerstört wurde.
Ob es sich bei der Stolzenburg um ein altes Römerkastell handelte, oder um eine mittelalterliche Höhenburg Burg, weiß man nicht 100 prozentig.
Wahrscheinlich war die Burg der Stammsitz der Ritter von Dalbenden.
( Quelle: Die Stolzenburg )


Die Aussicht auf die grünen bewaldeten Weiten lag im grauen Nieselregen und erinnerte uns etwas an den Urwald aus „Gorillas im Nebel“.
Ein schöner Anblick, der bei Sonnenschein noch mehr beeindruckt hätte.
Der Weg führte uns weiter Richtung Urft nach Dalbenden.
Oberhalb der Burg Dalbenden konnten wir die Gewölbe der römischen Wasserleitung bestaunen.
Der 95,4 km lange, fast zweitausend Jahre alte Römerkanal, verläuft von Nettersheim nach Köln.
Über 20 Millionen Liter Eifelquellwasser wurde damals in die römische Provinzhauptstadt Köln geleitet.
Bei Burg Dalbenden kommt ein Teil der kunstvoll gestalteten, unterirdisch verlaufenden Wasserleitung ans Tageslicht.
Vorbei an Burg Dalbenden, einem ehemaligen Wasserschloss aus dem 13. Jahrhundert, und vorbei an dem ehemaligen Gutshof Haus Dalbenden erreichten wir Urft.
Direkt hinter dem Bahnhof bogen wir links Richtung Jugendwaldheim ab und gelangten nach einer Steigung wieder in den Wald.

Der Klang der Glocken von Kloster Steinfeld wehte mit dem Wind zu uns herüber und rief zur Messe.
Am Königsberg konnten wir vom „Eifelblick“ die herrliche Aussicht auf das Eifelkloster mit der Basilika aus dem frühen 12. Jahrhundert genießen.
Ein Stück weit folgten wir dem Eifelsteig Richtung Bahrhaus, um dort dem örtlichen Wanderweg 1 weiter Richtung Marmagen zu folgen.
Eines der einzigen roten Mohnfelder in dieser Gegend sah natürlich bei dem grauen Wetter auch nicht so strahlend aus.
Da wir aber vor ein paar Tagen erst ein Shooting in diesem Mohnfeld hatten, zeigen wir euch hier den Anblick bei Sonenschein.

Unterwegs nach Marmagen kreuzte eine Horde Reiter den Weg.
Wir warteten am Rand des Weges und ließen die Reiter erstmal „vorbeipreschen“, denn der Weg lud zum Galoppieren ein.
Marmagen gilt als ältester Ort des ehemaligen Landkreises Schleiden und wurde bereits im 2. bis 4. Jahrhundert erwähnt.
Durch die Eifelhöhenklinik AG Marmagen ist der Ort heute vielen ein Begriff.
Unterhalb der Eifelhöhenklinik liegt das Naturschutzgebiet Gillesbachtal.
Hier gibt es auch den Engelsstein und den Teufelsstein.


Wir wanderten oberhalb des Bachlaufes entlang Richtung Steinfeld, vorbei an der Hallenthaler Mühle, die versteckt im Wald liegt.
Am Rastplatz am Gillesbach konnte Pepperhund erstmal ein erfrischendes Bad genießen, bevor wir den Gillesbach überquerten und hinter einem wunderschönen Anwesen links dem steilen Pfad nach Steinfeld hinauf folgten.
Mit Blick auf die Klosteranlage genossen wir auf der Terasse „Zur alten Abtei“ einen Kaffee und heiße Schokolade.
Entlang der Klostermauern bergab wanderten wir dann weiter links Richtung Friedhof.
Der örtliche Wanderweg 4 führt hinab zur wunderschönen Urfter Mühle.

In Urft folgten wir ein paar Meter dem Fuß-und Radweg entlang der L22 Richtung Keldenich.
Ein gut ausgebauter Feldweg führte uns links in den Wald, etwa einen Kilometer steil bergauf.
Oben angekommen stießen wir auf ein Schild:
„Achtung, Weidebetrieb! Bitte nicht weitergehen!“
Sollte das ein Scherz sein?
Konnte man dieses Schild nicht direkt unten am Fuße des Berges zu Beginn des Feldweges aufstellen?
Wir liefen einfach über die abgeernteten Heuwiesen weiter, da wir doch langsam froh waren, bald unser Auto auf dem Parkplatz zu erreichen, der genau am Ende der Felder liegt.
Auf keinen Fall wollten wir den Berg wieder runter laufen und entlang der Hauptstraße weitergehen.
So erreichen wir dann über die Felder, an deren Ränder viele bunte Kräuter wuchsen, unser Auto.
Wir wissen nicht, wie viele Kilometer wir gelaufen sind, da wir keinen Kilometerzähler haben.
Es müssen etwa 20 Kilometer gewesen sein.
Eine schöne Tour, die aber nicht spektakulär ist, mit bunten Passagen durch Wald und Weiden.
Bei schönem Sommerwetter wird man dort zahlreiche Schmetterlinge entdecken!
Höhepunkte sind die Aussichtspunkte „Eifelblick“, die Relikte der römischen Wasserleitung und Kloster Steinfeld.

TAGS:
Sehenswert Natur Wandern

Kommentare (10)

  1. DieCheckerin

Was ne tolle Tour! Ich liiiiebe es ja, querfeldein zu gehen. Irgendwie entdeckt man da die Tollsten Sachen und gerade im Wald ist es querfeldein immer so mucksmäuschenstill. Wunderschön!

  1. A.Ro    DieCheckerin

Liebe Sandra,
da hast du Recht, so querfeldein gibt es die dollsten Sachen zu entdecken.
Und man hat seine Ruhe ;-)
Herzliche Grüße,
Annette

  1. Tati

Huhu ihr Lieben,
hach, wat herrlich! Ich liebe Mohn und auch die anderen Impressionen sind wieder einmal wunderbar! Ich freue mich schon so sehr auf unsere Tour, auch wenn ich danach ohnmächtig und vor Erschöpfung zusammenbrechen werde.
Eine...

Huhu ihr Lieben,
hach, wat herrlich! Ich liebe Mohn und auch die anderen Impressionen sind wieder einmal wunderbar! Ich freue mich schon so sehr auf unsere Tour, auch wenn ich danach ohnmächtig und vor Erschöpfung zusammenbrechen werde.
Eine schöne Restwoche und herzliche Grüße - Tati

Weiterlesen
  1. A.Ro    Tati

Liebe Tati,
ohhhhhh ja, ich freu mich auch schon sehr!
Aber nach dieser Tour hier war ich auch mal richtig platt, obwohl sie gar nicht so lang ist.
Hihi, und wir können uns ja nächste Woche in Essen schonmal warmlaufen :-)
Herzliche Grüße,
Annette

  1. BeautyPastels

Wieder eine sehenswerte Tour durch eine tolle Gegend, liebe Annette. Vielen Dank für die Eindrücke.
Liebe Grüße
Marion

  1. A.Ro    BeautyPastels

Liebe Marion,
vielen Dank :-)
Ich bin schon gespannt, ob dir/euch die Bloggertreffen-Route gefällt...
Herzliche Grüße,
Annette

  1. Leane

Schon deine Bilder sind wundervoll und dein Bericht dazu ebenso, wünsche dir einen schönen Sonntag
LG Leane

  1. A.Ro    Leane

Vielen Dank, Leane!
Wünsche dir auch einen schönen Sonntag!
Herzliche Grüße,
Annette

  1. Sabine K.

Das Mohnfeld ist so schön!
Und die Wassertunnel sind ja spanned.
LG Sabine

  1. A.Ro    Sabine K.

Liebe Sabine,
leider gibt es mittlerweile viel zu wenig solcher blühenden Felder.
Die Römische Wasserleitung ist wirklich sehr interessant. Kaum zu glauben, was die alten Römer schon alles konstruiert haben.
Herzliche Grüße,
Annette

There are no comments posted here yet

Einen Kommentar verfassen

Posting comment as a guest.
Anhänge (0 / 3)
Share Your Location

Copyright © 2015 B-F-E
Impressum  Kontakt