Schwalbenschwanz im Focus

Kurz hinter Aachen, nahe der holländischen Grenze gibt es ein kleines Naturschutzgebiet, welches zu den Premiumwanderwegen der Wasser.Wander.Welt gehört.

Der Wanderweg rund um den Molenplas (Mühlensee) befindet sich auf einer Insel die von zwei Nebenarmen der Maas umschlossen wird.
An einem der schönen, heißen Sommertage 2018 haben wir uns aufgemacht nach Ohé Laak, Stevensweert zum Wanderparkplatz an der Hompesche Mühle.
Diese Windmühle wurde seit 1722 als Getreide und Ölmühle genutzt, ist aber nicht immer zur Besichtigung geöffnet.
Bei unserem Besuch hatte sie leider geschlossen.
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In der 37 Meter hohen Mühle befindet sich ein kleines Museum.
Früher wurde das Untergeschoß als Gefängnis genutzt.
Die Außenanlage bietet einen hübschen Abenteuerspielplatz für Kinder.
Direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt der etwa 5 km kurze Rundweg um den Molenplas.
Der Weg ist mit einem weißen „W“ gekennzeichnet, aber man kann sich um den See gar nicht verlaufen.
Auf den großen Auskunftstafeln wird auch das weitere großläufige Wandergebiet beschrieben.
Wir halten uns im Uhrzeigersinn und wandern entlang des Uferweges durch steppenartigen Bewuchs.
Es ist schon früh morgens sehr heiß, und die Sonne brennt auf uns herab.
Wir genießen die Sicht aufs Wasser, aber wir bemerken auch die vielen Strommasten, die dieses Gebiet durchziehen.
Schade dass sie dieses schöne Landschaftsbild trüben.

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Am Jakobskreuzkraut, an unzähligen Disteln und anderen Blüten laben sich Hummeln, Schmetterlinge und Käfer am süßen Nektar.
In dem Naturschutzgebiet soll auch der Schwalbenschwanz häufig anzutreffen sein, aber wir sehen ihn nicht.
Es summt und brummt… und quakt am Seeufer.
Die Frösche hüfen jedoch bei jeder winzigen Bewegung sofort ins Wasser, daher konnten wir keinen einzigen auf einem Foto einfangen.
An einer Vogelbeobachtungsstation verweilen wir einige Zeit um die vielen Wasservögel zu beobachten.
Den Vögeln könnten wir stundenlang zusehen, aber die Sonne brutzelt kräftig, und wir suchen schließlich den Schatten auf.
Nach einiger Zeit gelangen wir an einen sehr schönen Damm aus Findlingen, die die zwei kleinen Seen voneinander trennen.
Sie dienen außerdem als Trittsteine, um das Wasser überqueren zu können.
Pepperhund nutzt natürlich die Gelegenheit ein erquickendes Bad im kühlen Nass zu nehmen.

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Weiter geht es durch Steppe und zwischen Sträuchern entlang.
Wir folgen dem Weg mit seiner ausgeprägten Ufervegetation am Deich des Juliana-Kanals entlang, bis wir endlich eines der Galloway-Rinder entdecken, das einsam im Wasser badet.
Im Schatten eines Baumes nehmen wir unser Frühstück ein und beobachten die Vogelvielfalt und dieses eine Rind.
Eine herrliche Stimmung, so ruhig und entspannend!
Als wir unseren Weg im Sonnenschein fortsetzen, entdeckt Bernhard plötzlich einen Segelfalter, der rasch wieder aus unserem Blickfeld verschwindet.

DA IST DER SCHWALBENSCHWANZ!

Aufgeregt versuchen wir ihn mit der Kamera einzufangen, aber er segelt immer wieder ins tiefe Dickicht.
Dann müssen wir den geschützten Bereich durch ein Gatter verlassen, und sind schon ganz traurig, dass wir den schönen Falter nicht näher betrachten konnten.
In natura haben wir nämlich bisher in unserem ganzen Leben noch keinen Schwalbenschwanz gesehen.
Vor uns liegt das Örtchen Ohe en Laak und wir können das Schloss Hasselholt aus dem 16. Jahrhundert in einiger Entfernung sehen.
Nach ein paar Metern entlang der Straße gelangen wir wieder in den geschützten Bereich und sind plötzlich von Schwalbenschwänzen umzingelt.
An einem Sommerfliederbusch sitzen die wunderschönen Falter und saugen gierig den Nektar auf.
Wir können sie in aller Ruhe bestaunen und fotografieren.
Wir sind total fasziniert!

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Die Hompesche Mühle liegt schon wieder in Sichtweite vor uns, aber auf unserem Weg treffen wir noch auf eine erstaunliche Ansammlung von Totholz.
Zweitausend Jahre alte Bäume, die beim Kiesabbau geborgen wurden, ragen vor uns in die Höhe und wir staunen über die dicken hölzernen Riesen.
Da hier einige Hundebesitzer ihre freilaufenden Hunde baden lassen, darf auch Pepperhund nochmal ein ausgiebiges Bad nehmen.
Allerdings angeleint, denn so ist es vorgeschrieben.
Und man weiß ja nie, ob im Gestrüpp irgendwo Vögel brüten, oder um die nächste Kurve die freilaufenden Rinder und Pferde auftauchen.
Die letzten Meter zurück zur Mühle schlendern wir entlang durch fast dürres Land.
Die Sonne ist wirklich gnadenlos!
Wer die pralle Sonne nicht gut abhaben kann, sollte sich bei der Tour unbedingt eine Kopfbedeckung mitnehmen.
Und natürlich genügend Flüssigkeit für Mensch und Hund.
Diese wunderschöne Rute, erstreckt sich nur über 5 km und ist ohne Anstrengung zu bewältigen ist!
Eine empfehlenswerte Sommerwanderung für die man sich ruhig ein paar Stunden einplanen kann, denn es gibt viel zu entdecken!

Sehenswert / Natur / Wandern

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